Musikvermittlung

Musikvermittlung Lenka am Piano mit Schülerinnen und Schülern

Ein Anliegen des interdisziplinären Ensembles Megaphon ist es, Kindern und Jugendlichen die Auseinandersetzung mit Musik und Kultur zu ermöglichen. Zu den zahlreichen Konzerten gehören Vermittlungsprojekte und pädagogisch-künstlerische Aktionen mit Gruppen und Schulklassen verschiedenster Schulformen. In diesen inklusiven und partizipativen Prozessen können sich Kinder und Jugendliche neu ausprobieren und gemeinsam mit den Künstler*innen und Kulturvermittler*innen des Kollektivs kreativ werden.

Die Vermittlungskonzepte greifen auch Gestaltungselemente aus bildender Kunst, szenischem Spiel, Tanz, Video und Fotografie auf und werden mit Leidenschaft und Experimentierfreude realisiert. Inhaltlich sind die Projekte an die musikalischen Aufführungsformate angelehnt und werden je nach Schwerpunkt angepasst. Im Anschluss an jedes Projekt werden die Schüler*innen eingeladen, das Ensemble Megaphon aktiv bei einem Konzert zu unterstützen oder als Zuhörer*innen an Aufführungen teilzunehmen. Eine schulinterne Präsentation der Ergebnisse ist immer geplant und gewünscht!

Durch unsere vielstimmigen ‚VermittlungsPartituren’ möchten wir junge Menschen berühren und locken, Musik neu wahrzunehmen. Wir möchten Beziehungen zwischen ihnen und uns schaffen, zwischen ihnen und der Musik, im Verborgenen vielleicht auch zu sich selbst.

Winterreisen.Grenzenlos

Im Frühjahr 2020 unternahm das Ensemble Megaphon mit WinterReisen KIŞ YOLCULUĞU eine musikalisch-literarische Wanderung. Sie führte das Kollektiv der internationalen Künstler*innen nicht nur zu den Liedern von Franz Schubert, aus dem Kulturkreis der Türkei und zu eigenen Kompositionen, sondern im dazugehörigen Vermittlungsprojekt zu ca. 220 Schüler*innen ab Klasse 7 aus heterogenen Schulklassen in Hannover, Wolfenbüttel und Bremerhaven.

In jeweils drei Vermittlungsworkshops haben wir uns mit dem Verstehen von Musik, dem Verstehen des Selbst und dem Verstehen durch die Musik auseinandergesetzt.

Im Anschluss an die Workshops, die über 1-2 Tage stattfanden, wurden fünf öffentliche transkulturelle musikalisch-literarische Ergebnisse präsentiert, davon ein Konzert mit aktiver Teilnahme der Klasse 9b von der IGS Schule ERNST in Bremerhaven.

Hier ein Statement von der Lehrerin Christiane Lakowsky, Fachleitung Kunst, die das Projekt u.a. an der ERNST Bremerhaven begleitete:

„Ich persönlich habe mich besonders über Berna gefreut, die den Text auf Türkisch vorgelesen hat. Sie selbst fand es auch gut, weil sie eigentlich gedacht hat, sie traue sich das gar nicht. Ali hat gemerkt, dass er Spaß am Singen hat. Das Konzert war in seiner Fremdheit eine interessante Erfahrung für Einige.“ 

Besonderheit:

Zur Vorbereitung der Workshops und auf das Konzert wurde eine 20-seitige Mappe für Lehrkräfte erstellt. Inhalte waren Anregungen für kreativ-pädagogische Aktivitäten, Informationen, Texte, Noten. Sie wurde zum Teil intensiv genutzt.

KARAWADADA und „johlende Elefanten“

Im Rahmen der Inszenierung DADA klingt da! haben sich zwei Künstler*innen mit der Frage auseinandergesetzt, wie Lautgedichte der avantgardistischen Kunstströmung der 20er mit Kindern musikalisch und bildnerisch umgesetzt werden können. Dazu forschten sie in dem Projekt KARAWADADA eine Woche lang mit der 2. Klasse der inklusiven Mira Lobe Schule Grundschule.

Dafür betrieben ein Musiker des Ensemble Megaphon und die Kunstvermittlerin Katja Krause Klang-, Material- und Quatschstudien mit den Sechs- bis Achtjährigen zum Klanggedicht „Karawane“ von Hugo Ball. Es entstanden schrille Schaumstoffkostümierungen, abstrakte Collagen, kindlich-verspielte Wortmalereien und schöner Instrumentenlärm.

Vom Un-Sinn, Quatsch und der Lautpoesie Balls in ihrer kindlichen Ausdrucksweise angestachelt, führte die Klasse schulintern ihre originelle Klang-Theater-Revue auf. Auch beim Konzert der großen Künstler*innen der Aufführung DADA klingt da! im Sprengel Museum Hannover präsentierte die Gruppen ihr Ergebnis für das Publikum.

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