„Niemals eine Atempause I.“

Ein KLANG-RAUM-ZEIT-LICHT-Laborprojekt im Rahmen des Festivals KLANGBRÜCKEN 2022

Coverbild: Niemals eine Atempause I

Inhalt

Wir leben in einer Zeit voller Widersprüche, in der unser Glaube an die Veränderbarkeit des gesellschaftlichen Status Quo oft an dem mangelnden Vertrauen in die individuellen und kollektiven kreativen Kräfte scheitert.
Mit dem mehrteiligen Projekt „Niemals eine Atempause“ will das Ensemble Megaphon die beteiligten Künstler*innen und das Publikum zum Reflektieren eigener Haltungen auffordern und zum Austausch anregen. Für Fragen wie: Woran glauben wir eigentlich noch? Haben wir Mut und Mittel, unsere Gesellschaft zu verändern? Was sind wir bereit zu opfern? Welche Rolle kann die Kunst in diesem Zusammenhang spielen? Ist das heutige System der Demokratie weiterhin aktuell und zukunftsweisend? – wird durch das Konzerterlebnis und begleitende Gesprächsrunden Raum gegeben.

Dabei geht es auch um das Verhältnis von künstlerischer Arbeit und politischer Haltung: Jedes Ensemblemitglied wählt einen Text aus, der auf Menschenrecht und Meinungsfreiheit verletzende, totalitäre gesellschaftliche Systeme in verschiedenen Ländern reagiert. In einem kollektiven Prozess arbeiten das Ensemble diese Text zu medialen musiktheatralen Miniaturen für Live- und Online-Aufführungen aus, nichtmusikalische Ausdrucksformen gleichermaßen einbeziehend. So entwickelt sich ein experimentelles Klang-Raum-Zeit-Licht-Laborprojekt, in dem auch die funktionale Trennung zwischen Komponist*in und Interpret*in hinterfragt wird.

Für das Konzert beim Festival Klangbrücken 2022 machen die Konzepte von Tatjana Prelevic, Sophia Körber und Lenka Zupkova den Anfang. Ein weiteres zentrales Werk ist die Komposition von Younghi Pagh-Paan “Flammenzeichen“ (1993) für Sopran mit kleinem Schlagzeug, in der die Komponistin die Flugblätter der „Weißen Rose” als Textgrundlage verwendet.

Ergänzt wird das Programm durch ein Auftragswerk des tschechischen Komponisten Prof. Jaroslav Graham aus Brno, UNESCO City of Music, welches an diesem Abend zur Uraufführung kommt.

Aufgrund der momentanen Ereignisse in der Ukraine spielen wir als zeichen der Solidarität    eine Auftragskomposition für das Ensemble von 2016 der in Kiew lebenden Komponistin Alla Zagaykevych: Punktum reditum. Die Komposition wurde in Reaktion auf die Maidan Ereignisse in 2013 und Besetzung von Krym geschrieben. Leider hat sich die Situation in Ukraine nicht geändert sondern ist zu einem Krieg eskaliert.

Programm

  • Lenka Župková (*1970) (UA)   Das Paradox des Schriftstellers/Text: Ahmed Altan
  • Younghi Pagh-Paan (*1945)- Flammenzeichen (1993) für Sopran mit kleinem Schlagzeug
  • Alla Zagaykevych (*1966) - Punktum reditum (*2016) für Violine, Klavier, Klarinette, live El. und Video
  • Sophia Körber(*1990) (UA): Die absichtslosen Mauern errichten unbeabsichtigte Grenzen /Text: Lara Süß
  • Tatjana Prelević  (*1964)(UA) Verzweifelte Ansichtskarte (eine selbstreflektierende Musik Performance)
  • Jaroslav Graham (*1952) (UA)   Garten für Ensemble

Mitwirkende

Ensemble Megaphon:

  • Lenka Župková - Violine, künstl. Ltg.
  • Andre Bartetzki - Videoprojektion
  • Vlady Bystrov - Klarinette, Elektronik
  • Ehsan Ebrahimi - Santur, Elektronik
  • Sophia Körber – Stimme
  • Grzegorz Krawczak – Violoncello
  • Tatjana Prelević – Klavier

Förderer Aufführung

Logosammlung Musik 21 Niedersachsen

Förderer Technik Ausstattung

Konzept Förderung

Musikfonds im Rahmen von Neustart Kultur, Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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