Memento Mauro (2016)

Eine vielschichtige Hommage an Kagel in kagelscher Manier
Im Rahmen von Klangbrücken – Mauricio Kagel / Festival der Staatsoper Hannover

Mauricio Kagel ist als Komponist längst zu einem Klassiker geworden. Grund genug, ihn nun seinerseits durch die kagelsche Brille zu betrachten. Das Ensemble Megaphon hat zusammen mit dem Komponisten und Interaktionskünstler Bernhard König, der zu Kagels letzten Schülern zählte, in einem dialogischen Prozess eine Rahmenkomposition entwickelt, die den „roten Faden“ des Programms bildet und anekdotische Schlaglichter auf Kagels Leben und Wirken wirft. Der Rest ist Improvisation von „recht nah am Original“ bis hin zur vollständigen, allen Intentionen des Meisters zuwiderlaufenden „Entkagelung“.

„Einmal, im Verlauf einer strapaziösen, dreiwöchigen Konzerttournee durch Osteuropa, Japan und die innere Mongolei, griff Kagel nach zehnstündiger Stellprobe schmunzelnd in seine Manteltasche und spendierte jedem Musiker des zwölfköpfigen Ensembles ein Zitronenbonbon: Ein schöner Tag für die Musiker, von dem sie noch lange erzählten.“
(Aus: Textbuch Memento Mauro, Kagelfabel Nr. 9)

„Dass er eines Tages würde sterben müssen, empfand er als eine große Ungerechtigkeit. Und so beschloss er: Wenn der eigene Tod schon unausweichlich wäre, dann sollte er wenigstens das Ende aller Musik sein. Kein Ton mehr sollte nach seinem Ableben erklingen.“
(Aus: Textbuch Memento Mauro, Kagelfabel Nr. 13)

Mitwirkende

Ensemble Megaphon
Lenka Zupkova, Violine
Margit Kern, Akkordeon
Jonas Krause, Perkussion
Sebastian Wendt, Klarinette
Andre Bartetzki, Live Elektronik
Negin Habibi, Gitarre
Stefan Wiefel, Schauspiel
Dagmar Schmidt, Rauminstallation
Katja Krause, Assistenz, Darstellerin

Gastkünstler 
Bernhard König, Auftragskomposition, Regie, Konzertmoderation

Förderer

MWK Niedersachsen, Stiftung Niedersachsen, Landeshauptstadt Hannover

Kooperationspartner

Niedersächsische Staatsoper Hannover